Bau- und Eigentümergeschichte
des Gebäudes von 1903 bis heute
| 1903 bis 1937: | Olgastr. 81 |
| 1937 bis 1945: | Adolf-Hitler-Ring 139 |
| 1945 bis heute: | Olgastraße 139 |
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde der Ausbau der Olgastraße mit repräsentativen Bauten vollendet. In diesem Zusammenhang wurde 1903 dieses großbürgerliche Gebäude in der Olgastraße von dem Architekten Paul Kienzle im Auftrag des städtischen Ratschreibers Adolf Remshardt im ausgehenden Jugendstil errichtet.
In den ersten Jahrzehnten bewohnten überwiegend Angehörige des höheren Bürgertums wie der Landtagsabgeordnete und Fabrikant Friedrich Mayser, der Landgerichtsdirektor Eugen Lempp oder der Garnisonsarzt Dr. Paul Krauß mit ihren Familien das Haus. Nach dem Ersten Weltkrieg zogen auch Angehörige breiterer Schichten ein.
Der Bauherr Remshardt verkaufte 1910 das Haus an den jüdischen Kaufmann Jakob Guggenheimer, der hier mit seiner Familie eine Etage bewohnte. Anfang 1938 sah er sich auf Grund der nationalsozialistischen Judenverfolgung gezwungen, das Haus zu veräußern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude an seine in den Vereinigten Staaten lebenden Erben zurückerstattet, die es anschließend weiter verkauften. In den folgenden Jahrzehnten wechselte die Immobilie wiederholt den Besitzer.
Dieses Gebäude steht seit 1978 unter Denkmalschutz. Auf Initiative und im Auftrag des Urologen Dr. med. Horst Hohmuth wurden diese Gedenktafeln konzipiert und am 22. Februar 2005 der Öffentlichkeit übergeben.
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Bild links - Blick vom heutigen Willy-Brandt-Platz aus zum Gebäude Olgastraße 81,
um 1910 (= drittes Haus von rechts) (StA Ulm, F 3 fa).
Bild rechts - Riss der Hausfassade aus der Bauakte von 1903 (StA Ulm, B 613).
Texte - Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg und Stadtarchiv Ulm
Grafik - Marc Hautmann - Zehn Hoch Werbeagentur Ulm
Ulm, Februar 2005


